Sie gehört zu den ältesten Kulturgütern der Menschheit. Sie inspiriert Instrumentenbauer wie Spieler immer wieder aufs Neue. Für sie wurde und wird weiterhin hervorragende Musik komponiert. Mit ihr reisen Solisten um die ganze Welt. Nicht zuletzt begeistert sie eine Vielzahl von jungen und jung gebliebenen Amateuren – die BLOCKFLÖTE. In ihrer Geschichte, insbesondere der letzten Jahrhunderte, hat sie es immer wieder verstanden, sich den jeweils aktuellen Klangbedürfnissen anzupassen und dabei kreative Gestaltungsformen angenommen - manchmal schlicht, dann wieder ausgesprochen dekorativ.
Blockfloeten-Creationen zeigt wie eine Kunstgalerie eine Reihe künstlerisch gestalteter Blockflöten mit eigenem musikalischen Anspruch. Sie werden vorwiegend einzeln hergestellt und sind nur direkt bei mir erhältlich.
Die Freude am Flötenbauen hat mich mein Leben lang begleitet und begeistert mich weiterhin, wie auch das Musizieren. Ich glaube, das spürt man, wenn man eines meiner einzeln gefertigten Instrumente in die Hand nimmt und zu spielen beginnt. Lassen Sie sich von dieser Freude anstecken.

Bernhard Mollenhauer
Flötenbaumeister

 

Exilent Blockflöte Sopran- und Altblockflöte

... und was mich daran fasziniert

Wer auch immer die originale Exilent aus Elfenbein –  zu bewundern im Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig – hergestellt haben mag, ob Sebastian Hartmann, Nürnberg (1557–1626) oder Michael Herbst, Nürnberg (1620–1698), dieser Drechsler bzw. Pfeifenmacher benutzte eine bestaunenswerte Technik – „Passigdrehen“ –, die man seinerzeit hauptsächlich in Nürnberg mit viel Geschick anzuwenden verstand. Dazu bemerkt Herbert Heyde in seinem Leipziger Katalog „Flöten“ (1978): „Die Passigdreherei an vorliegender Flöte gehört in die Blütezeit dieser Drechselkunst.“ Diese alte Kunst wieder zu beleben –  warum sollte mir dies nicht gelingen?
Zunächst habe ich die dazu erforderliche, alte Technik auf meiner Drehbank nachgestellt. Schon bei den ersten Versuchen wurde mir schnell klar, warum dieses ungewöhnliche, sich um den Flötenkörper schlängelnde Design spätere Blockflötenbauer nur vereinzelt aufgriffen. So entwickelten wir in der Mollenhauer-Werkstatt für die Außengestaltung eine neue Technik: das „Passigdreh- Fräsen“, das zu ebenso eindrucksvollen Ergebnissen geführt hat. Dagegen verlangt der Innenausbau der Exilent auch weiterhin viel handwerkliches Geschick und Einfühlungsvermögen in den so sehr geschätzten Werkstoff Holz.
Nach Herbert Heyde ist das Original in g’’ im Chorton (ca. 465 Hz) gestimmt, daher auch der Name „Exilent“, der auf ein hohes Register hinweist. Mein Anliegen war es nun, die so sehr bewundernswerte äußere Form auf eine frühbarocke F-Alt- und eine C-Sopranblockflöte zu übertragen, mit sicherer Ansprache über zwei Oktaven, zu erreichen in der geläufigen barocken Griffweise. Ihre charakteristisch weite, leicht konische Innenbohrung, die ich dazu aus ähnlichen Abmessungen entwickelte, bewirkt einen runden, kraftvollen Klang und lädt ein zu solistischem Musizieren wie auch zum Spielen im Ensemble.


Für meine zweiteiligen Exilent (Stimmung a’ = 442 Hz) verwende ich sorgfältig abgelagerten Bergahorn. Weitere Holzarten auf Anfrage.

Sopran in C, Grundstimmung 442 Hz, mit Doppellöchern,
Bestell-Nr.EX/01,  Preis = € 980,-

Alt in F, Grundstimmung 442 Hz, mit Doppellöchern,
Bestell-Nr.EX/02,  Preis = € 1.190,-

JazzRec

JazzRec Blockflöten in B und Es
 

Haben Sie schon einmal zusammen mit einem Saxophon musiziert? Ich habe es probiert. Während dieses in seiner Grundstimmung zunächst ohne spezielle Halbtongriffe auskommt, muss man sich auf der Blockflöte bereits mit zwei bzw. drei B’s herumschlagen, mal abgesehen davon, dass der feine Klang der Blockflöte so gar nicht zum Sound des Saxophons passen will. Abgesehen davon sind die bekannten Jazz-Standards allgemein in Tonarten komponiert, die für Bb und Eb gestimmte Instrumente leicht zu spielen sind. Aus diesen Gründen entstanden die beiden JazzRecorder Sopran in B und Alt in Es mit extra weiter Mensur. Was für ein Sound!

 

Sopran in B, Grundstimmung 442 Hz, Material Birnbaum

Bestell-Nr.JR/01,  Preis = € 650,- mit Ledertasche

 

Alt in Es, Grundstimmung 442 Hz, Material Birnbaum

Bestell-Nr.JR/02,  Preis = €  790,- mit Ledertasche

 

AborignialArt

(Best.-Nr.: AA/01 AA/02, AA/03)


AboriginalArt  Handbemalungen aus dem Outback
 

Bei meiner letzen Reise nach Australien besuchte ich den international bekannten Kunstmaler Nathan Mundraby, ein Nachfahre des Jabulum Mandingalbay Clan, in seinem Atelier in der Stadt Cairns in Queensland. Fasziniert von seiner Maltechnik überließ ich ihm meine Knicktenor Blockflöte. Als ich diese wenige Tage später wieder abholte, war sie nach AboriginalArt eindrucksvoll bemalt. Gleich musizierten wir miteinander, Nathan auf einem Didgeridoo und ich mit der Tenorblockflöte. Wer dabei wen begleitete, kann ich gar nicht sagen. Wir spielten einfach drauf los, einer auf den anderen fantasievoll eingehend. Wieder zurück in meiner Werkstatt, schickte ich ihm weitere Instrumente  zum Bemalen.
 

Jedes Instrument ein Unikat:

Knicktenor in C aus der Serie „Traumflöte“ von Mollenhauer, Grundstimmung 442 Hz, barocke Griffweise mit Doppelloch und Doppelklappe, Material Birnbaum,
 

Bestell-Nr. AA/01 bis AA/03, Preis: je € 1.100,- mit Etui